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Imprinting und Bonding

Imprinting ist die Prägung des Neugeborenen auf die Mutter. Im Idealfall passiert das Imprinting in den ersten ungestörten Stunden nach der Geburt. Das Baby wird sogleich nach dem Geburtsmoment auf den nackten Körper der Mutter gelegt und spürt dadurch, dass es am erwarteten und richtigen Platz angekommen ist. Die sensible Prägungsphase ist gekennzeichnet von intensivem Augenkontakt, vom Haut-auf-Haut Kontakt, vom Riechen des einzigartigen Geruchs beider Körper und vom ersten Stillen. Die natürlichen Instinkte werden geweckt und es kann der Beginn einer wunderbaren Bindung zwischen Mutter und Kind sein. Bonding ist die Bindung, wird durch ständiges Beisammensein, Zärtlichkeit, Hautkontakt, Stillen, Küssen, Tragen, sinnliches Erleben, Reagieren auf die kindliche Kommunikation, Eingehen und Erfüllen der Bedürfnisse verstärkt. Die erste Liebesbeziehung des Menschen ist die zur Mutter!

Jegliche Störung dieser Prägungsphase wirkt sich nachteilig auf das seelische Gleichgewicht und das Gefühl der Zugehörigkeit des Babys aus! Die unnötige Trennung des Neugeborenen von der Mutter ist zu vermeiden! Routinemaßnahmen wie Waschen, Wiegen, Abmessen, Untersuchen, Wickeln, Anziehen, erster Kontakt mit anderen Familienmitgliedern oder Freundeskreis sollen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, da sie den wichtigen Augenblick zerstören und diese wichtige erste Chance die weitere Entwicklung des Kindes nachhaltig beeinflußt.

Nach der Geburt ist das Neugeborene unbedingt bei der Mutter zu belassen! Eine Trennung von der Mutter erlebt das Baby als Gewalt! Die seelische Not, die Todesangst, die unendliche Leere, die schmerzhafte Verlassenheit und Aussichtslosigkeit, wenn das Baby nicht (nahe) bei der Mutter ist, sondern z.B. im Säuglingszimmer oder im einsamen Kinderbettchen, drückt es mit Weinen und Schreien aus. Wenn darauf nicht reagiert wird, resigniert das Baby und lernt, daß auf seine existenziellen Bedürfnisse nicht geantwortet wird. Frustration, Aggression, das Gefühl des Mangels und unendlicher Schmerz graben sich tief in die Seele ein, und zeigen sich im späteren Leben oft in Gewaltanwendungen, Hass, unglücklichen Beziehungen und Unzufriedenheit mit dem Leben. Das Gefühl, nicht dazu zu gehören und ausgeschlossen zu sein, nicht genug bekommen zu haben, zieht sich durch alle Lebensbereiche und schmerzt in vielen Lebenssituationen (zeigt sich z.B.als Neid und Eifersucht). Verweigerung der Mutterbrust/der Nahrung, Appetitmangel, Durchfallerkrankungen und schlimmstenfalls der plötzliche Kindstod können auf einen (emotionalen) Rückzug des Babys aufgrund lebensfeindlicher Bedingungen hinweisen.

Es ist daher ganz wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, ein ständiges Beisammensein von Mutter und Kind zu gewährleisten. Sowohl im Krankenhaus als auch in den ersten Lebensjahren. Das medizinische Personal soll mit Blickpunkt auf Imprinting und Bonding geschult werden. Die Wichtigkeit von Prägung und Bindung soll in all unseren Köpfen und Herzen fest verankert werden! Der Start ins Leben muß menschlicher und babyfreundlicher werden, damit Frieden und Freude im Menschen wächst!

Ein Baby kann nicht verwöhnt werden! Weinen, Schreien, Strampeln usw. sind Bedürfnisäußerungen, weisen auf Not hin und dürfen in keinem Fall mit strafenden Blicken, Liebesentzug oder Schlägen beantwortet werden. Das Baby kann noch nicht seinen Willen durchsetzen, noch kein Machtspiel spielen, sondern will nur in seiner Bedürftigkeit und Hilflosigkeit liebevoll erkannt und angenommen werden. Eltern-sein bedeutet, seine eigene Bequemlichkeit zu überwinden und sich selbst im richtigen Moment zu geben. Als Mutter haben Sie eventuell das Gefühl, egal was alle anderen Menschen rund um Sie sagen, es ist richtig und wichtig, das Baby bei sich zu haben, zusammen im Bett schlafen zu lassen, es jederzeit zu stillen, es nicht wegzulegen, es überall hin mitzunehmen, und nicht jedermann und jederfrau auf den Arm nehmen zu lassen. Vertrauen Sie auf dieses Gefühl! Es ist Ihr natürlicher, sensibler Mutterinstinkt aufgrund einer guten Bindung zu Ihrem Baby!

Väter sind eingeladen, sich einfühlsam auf die Mutter-Kind-Beziehung einzuschwingen und mitzuschwingen und als Beschützer und Wächter dieser Quelle der Liebe und des Friedens zu dienen. Falls sich Männern hier alle Nackenhaare aufstellen oder sich überfordert fühlen, kann es sein, dass sie sich mit den eigenen Mangelerfahrungen und Gefühlen des Ausgeschlossenseins in ihrer Kindheit auseinandersetzen sollten, um nicht mit dem Baby (um die Mutterliebe) zu konkurrieren. Die Eifersucht des Vaters auf das Kind zeigt sich z.B. als Aufforderung an die Mutter, sie solle das Baby nicht verwöhnen, sie solle es nicht (so lange und so oft) stillen, es nicht im Elternbett schlafen lassen oder es nicht ständig herumtragen, und Weinen nicht tolerieren (sondern bestrafen). Möglicherweise will der Vater insgeheim, dass sich die Mutter vom Kind abwendet und ihm wieder zuwendet.
Verläßlichkeit, praktische Unterstützung, Hilfe im Haushalt, bei Erledigungen und der Betreuung älterer Kinder zeigen die Tragfähigkeit der Partnerbeziehung und seine persönliche Größe. Es ist wichtig, dass auch Väter den Mutterinstinkten vertrauen.


Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter anderem in folgenden Büchern:

Zugehörigkeit-der verpasste Augenblick-ist er nachholbar? Willi Maurer, Eigenverlag
Auf der Suche nach dem verlorenen Glück - gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit -
Jean Liedloff, Beck´sche Reihe
Geburt und Stillen - über die Natur elementarer Erfahrungen,
Michel Odent, Beck´sche Reihe
Körperkontakt - die Bedeutung der Haut für die Entwicklung des Menschen,
Ashley Montagu, dtv

BONDING

Bonding - die sensibelste Phase der kindlichen Prägung in den ersten zwei Lebensstunden
Kongressbericht 2002, Renate Fegter IBCLC
» kongressbericht2002bonding.pdf [911 KB]

Die Erfahrungen in der Bondingphase bedeuten für ein Kind die zentrale Prägung der physiologisch-emotionalen und der kognitiv-ethischen Entwicklung. Sie sind gespeichert, aber nicht rational, sondern nur emotional abrufbar.
Genetische Anlagen und Prägung können nicht getrennt von einander gesehen werden, sie ergänzen sich und machen eine individuelle Entwicklung erst möglich. Es ist bekannt, dass Gehirn und Nervensystem eines ausgetragenen Neugeborenen noch relativ unreif sind. Das heißt, zur autonomen Steuerung von Körperfunktionen und Körpergefühl fehlen noch die Impulse. Darum ist ein Säugling auf Stimulationen im vertrauten Körperkontakt und auf die Botenstoffe in der Muttermilch angewiesen. Nur so sind störungsfreie Körperfunktionen und gleichzeitig der neurale Reifungsprozess möglich.
Wenn ein Neugeborenes auf dem Körper der Mutter liegt und ruhig wird, zeigen wir die größte Achtung, indem wir dieses Bild in Stille genießen.

Ein Neugeborenes, das in der Prägungsphase keine Verbindung zur vorgeburtlichen Erfahrung findet, verliert sein emotionales Selbstvertrauen, das heißt, es verliert das Vertrauen in seine Bedürfnisse. Dieser Verlust löst Ängste mit schockähnlichen Reaktionen und innerer Unruhe aus. Ohne Bonding-Erfahrung ist eine Mutter-Kind-Beziehung belastet, weil das Vertrauensverhältnis einen Bruch erlitten hat. Die wenigsten Frauen trauen sich danach zu, die Bedürfnisse ihres Kindes stillen zu können.
Jedes Neugeborene, das bei der Geburt schreit, ruft nach der Mutter. Es verdient unsere Achtung und die Akzeptanz seiner Ur-Bedürfnisse.

Wenn wir uns angewöhnen könnten, den Abschluss einer Geburt erst nach erfolgtem Bonding zu sehen, gäben wir dem Kind die Chance, zu lieben, eine gesunde Entwicklung zu erleben und die eigene Persönlichkeit entfalten zu können.

Bindungsanalyse

Die Mutter-Kind-Bindungsanalyse ist eine Form der Schwangerschaftsbegleitung, eine besondere Kontakt- und Beziehungsaufnahme zwischen Mama und Baby.

Wie die Bindungsanalyse funktioniert:
Die Geschichte der Bindungsanalyse nahm ihren Anfang in den frühen 1990er Jahren, als Jenö Raffai in Budapest bei seiner psychotherapeutischen Arbeit erkannte, wie bedeutsam die Qualität der vorgeburtlichen Beziehung für die spätere Entwicklung ist. Er entwickelte daraufhin mit seinem Lehranalytiker György Hidas eine Methode zur Förderung und Verbesserung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung, die sich mehr als positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf die Geburt (verschwindend geringer Prozentsatz an medizinischen Interventionen, Kaiserschnitten usw.) und die gesunde Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirkt.

Nach Erfassen der lebensgeschichtlichen Daten in einem ausführlichen Erstinterview, wird in den sogenannten "Babystunden" eine Entspannungssituation im Liegen herbeigeführt, die es der werdenden Mutter ermöglicht, sich auf die Wahrnehmung der Signale vom Baby zu konzentrieren. Diese werden sich als Gefühle, Bilder, Gedanken und Phantasien auf einer Art innerem Bildschirm darstellen, auf den sowohl die Mutter, als auch das Baby Zugriff haben.
Durch dieses Wahrgenommen-, Gespürt- und Gefühltwerden kann das Baby seine Persönlichkeit optimal entwickeln, kann Selbstwert und Vertrauen bilden und stärken. Schreibabys sind unter den Bindungsanalyse-Babys überdies sehr selten.
Ein/e BindungsanalytikerIn unterstützt die werdende Mutter bei der Kontaktaufnahme durch Ermutigung, Anregung und gegebenenfalls Interpretationen oder bei eventuellen Blockaden.

Wenn sich die werdende Mutter belastet fühlt (durch vorherige Schwangerschaften, Fehlgeburten, Traumata, aktuelle Probleme,...), ist die Bindungsanalyse eine wertvolle Methode, diese schwierigen Erfahrungen zu integrieren bzw. zu verarbeiten.

Fr. Mag. Veronika Stampfl-Slupetzky
Tel. 0680-331 7671
beratung@mama-lieb.at
» www.mama-lieb.at

DER FRÜHBEREICH

Bindungsforschung und frühe Kindheit (Elternbefragung)
F-NetzNordwestschweiz, 2006, Sonderausgabe (Auszug)
» fruehbereichschweiz.pdf [1.742 KB]

Befragung von Eltern
"Was wissen Sie über die Entwicklung eines Babys/Kleinkindes?"

1. In welchem Alter beginnt ein Baby, ein Kleinkind wirklich an seiner äussern Welt teilzunehmen und darauf zu reagieren?

2. In welchem Alter fängt ein Baby oder Kleinkind an, zu spüren, ob seine Mutter/sein Vater traurig oder ärgerlich ist und kann es von der Stimmung von Mutter/Vater „angesteckt“ werden?

3. Kann man von einem 15 Monate alten Kind erwarten, dass es seine Spielsachen mit anderen Kindern teilt, oder ist es dafür noch zu jung?

4. Angenommen ein 12 Monate altes Kind geht zum Fernseher und fängt an, ihn an und abzuschalten, während seine Eltern fernsehen wollen. Es ist unmöglich, genau zu wissen, weshalb das Kind das tut, geben Sie jedoch an, welche der folgenden Erklärungen Sie am ehesten zutreffend finden:
Das Kind tut es, weil es ärgerlich ist auf seine Eltern und tut es ihnen z’leid.
Das Kind tut es, weil es die Aufmerksamkeit der Eltern will.
Das Kind tut es, weil es geniesst zu lernen, was passiert, wenn die Knöpfe gedrückt werden.

5. Manche Menschen sagen, dass ein 6 Monate altes Kind, unabhängig davon, wie viel Aufmerksamkeit es von seinen Eltern erhält, nicht verwöhnt werden kann, weil es noch so jung ist. Andere sagen, dass ein sechs Monate altes Kind verwöhnt werden kann. Mit welcher Meinung stimmen Sie mehr überein?

6. Geben Sie an, ob Sie folgendes Verhalten als angemessen betrachten oder als etwas, was wahrscheinlich das Kind verwöhnt, wenn es zu oft getan wird: „Ein drei Monate altes Kind jedes Mal aufzunehmen, wenn es schreit.“

7. Geben Sie an, ob Sie folgendes Verhalten als angemessen betrachten oder als etwas, was wahrscheinlich das Kind verwöhnt, wenn es zu oft getan wird. „Ein zwei Jahre altes Kind vom Essen gehen lassen, damit es spielen kann, bevor der Rest der Familie das Mahl beendet hat.

Ergebnisse der Erhebung
1.
In welchem Alter beginnt ein Baby, ein Kleinkind wirklich an seiner äusseren Welt teilzunehmen und darauf zu reagieren?

Befunde: 61% der Eltern mit Kindern von 0 bis 6 Jahren glauben, dass dies nicht der Fall ist, bevor das Kind 2 Monate alt oder älter ist.

Was sagt die Forschung?
Tatsächlich nehmen Babys an der Welt teil und reagieren sie auf ihre Umwelt, bevor sie geboren werden. Studien zeigen, dass sie bereits im Mutterleib Erinnerungen an Töne haben, die sie gehört haben. Die Forschung zeigt, dass wenige Tage alte Babys die Stimme der Mutter wieder erkennen und sie gegenüber anderen Stimmen bevorzugen. Beobachtungen und Erhebungen an Neugeborenen zeigen neuen Eltern eindeutig wie individuell ihre Babys alle Arten von sensorischen Reizen aufnehmen und darauf antwortet – Berührung, Töne, Gesichter, usw.

2.
In welchem Alter fängt ein Baby oder Kleinkind an, zu spüren, ob seine Mutter/sein Vater deprimiert oder ärgerlich ist und kann es von der Stimmung von Mutter/Vater „angesteckt“ werden?

Befunde:
.. 55% der Eltern mit Kindern von 0 bis 6 Jahren glauben, dass ein Kind drei Monate alt oder älter sein muss, um die Stimmung von Mutter/Vater zu spüren.
.. 31% der Eltern mit Kindern von 0 bis 6 Jahren und 42% der Väter und 50% „zukünftige Eltern“ Erwachsene, die ihr erstes Kind planen, glauben, dass ein Kind mindestens ein Jahr alt oder älter sein muss.

Was sagt die Forschung?
Genau so wie die Forschung zeigt, dass Babys vom Tag 1 an und sogar bereits im Mutterleib anfangen mit der Welt in Kontakt zu treten und auf ihre Umgebung zu reagieren, zeigt sie, dass bereits 1 Monate alte Babys die Stimmung von Mutter/Vater spüren und davon beeinflusst werden. Das bestätigt, wie empfänglich Babys sind und wie tief sie beeinflusst werden können von dem, was um sie herum geschieht. Das sagt uns auch, dass Eltern und Betreuungspersonen sehr sorgfältig auf ihre eigenen Gefühle und Reaktionen achten müssen. Es ist wichtig, dass Eltern und Betreuungspersonen die nötige Unterstützung erhalten, wenn ihre Gefühle von Ärger und Depression einer liebevollen und positiven Interaktion mit dem Baby im Weg stehen.

3.
Kann man von einem 15 Monate alten Kind erwarten, dass es seine Spielsachen mit anderen Kindern teilt, oder ist es dafür noch zu jung?

Befunde: 51% der Eltern mit Kindern von 0 bis 3Jahren glauben, dass man das von einem 15 Monate alten Kind erwarten kann.

Was sagt die Forschung?
Ein 15 Monate altes Kind ist noch nicht in der Lage zu teilen. Es ist erst daran, das zu lernen und braucht deshalb in diesem Alter, wenn es Schwierigkeiten hat, zu teilen, entsprechende Begleitung bei diesem Lernprozess durch eine erwachsene Person.

4.
Angenommen ein 12 Monate altes Kind geht zum Fernseher und fängt an, ihn an und abzuschalten, während seine Eltern fernsehen wollen. Es ist unmöglich, genau zu wissen, weshalb das Kind das tut, geben Sie jedoch an, welche der folgenden Erklärungen Sie am wahrscheinlichsten finden:
a. Das Kind tut es, weil es ärgerlich ist auf seine Eltern und tut es ihnen z´leid.
b. Das Kind tut es, weil es die Aufmerksamkeit der Eltern will.
c. Das Kind tut es, weil es geniesst zu lernen, was passiert, wenn die Knöpfe gedrückt werden.

Befunde
.. Das Kind tut es, weil es ärgerlich ist auf seine Eltern und tut es ihnen z’leid: 39% der Eltern und 46% aller Erwachsenen glauben, dass das Verhalten etwas oder sehr wahrscheinlich diesen Grund hat.
Das Kind tut es, weil es die Aufmerksamkeit der Eltern will: Fast 90% der Eltern und alle Erwachsenen glauben, dass das Verhalten ziemlich oder sehr wahrscheinlich diesen Grund hat.
Das Kind tut es, weil es geniesst zu lernen, was passiert, wenn die Knöpfe gedrückt werden: 93% der Eltern und 88% aller Erwachsenen glauben, dass ziemlich oder sehr wahrscheinlich das der Grund für das Verhalten sei.

Was sagt die Forschung?
Während die meisten Eltern und Erwachsenen verstehen, dass dieses Verhalten motiviert ist durch den Wunsch nach Aufmerksamkeit oder nach Exploration, schreiben es manche einem „Rachemotiv“ zu, obwohl ein Kind in diesem Alter zu jung ist für eine solche Absicht.

5.
Manche Menschen sagen, dass ein 6 Monate altes Kind, unabhängig davon, wie viel Aufmerksamkeit es von seinen Eltern erhält, nicht verwöhnt werden kann, weil es noch so jung ist. Andere sagen, dass ein sechs Monate altes Kind verwöhnt werden kann. Mit welcher Meinung stimmen Sie mehr überein?

Befunde
.. Gut mehr als die Hälfte (57%) der Eltern von kleinen Kindern glauben, dass ein 6 Monate altes Kind verwöhnt werden kann.
.. Noch mehr, nämlich 64% Grosseltern glauben dass man ein 6 Monate altes Kind verwöhnen kann.

Was sagt die Forschung?
Sechs Monate alte Kinder sind zu jung, als dass sie verwöhnt werden könnten. Anders ausgedrückt: „exzessive“Aufmerksamkeit gegenüber einem Baby in diesem Alter wird keinen „verwöhnenden“ Einfluss haben. Tatsächlich zeigt die Forschung, dass Babys in diesem Alter, deren Bedürfnisse prompt und einfühlsam befriedigt werden, unabhängiger sind, wenn sie älter werden.

6.
Geben Sie an, ob Sie folgendes Verhalten als angemessen betrachten oder als etwas, was wahrscheinlich das Kind verwöhnt, wenn es zu oft getan wird:
„Ein drei Monate altes Kind jedes Mal aufzunehmen, wenn es schreit.“

Befunde: 44% der Eltern finden, dass ein solches Verhalten das Kind verwöhnt. Grosseltern und NichtEltern betrachten ein solches Verhalten überwiegend (60% und 63%) als verwöhnend.

Was sagt die Forschung?
Ein drei Monate altes Kind wird nicht verwöhnt, wenn es jedes Mal, wenn es schreit aufgenommen wird. Es wird dazu führen, dass es weniger schreit,
wenn es grösser wird, weil es das Vertrauen entwickelt hat, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden. Wird es beruhigt, wenn es so jung ist, hilft es ihm mit der Zeit, zu lernen, wie es sich selber beruhigen kann.

7.
Geben Sie an, ob sie folgendes Verhalten als angemessen betrachten oder als etwas, was wahrscheinlich das Kind verwöhnt, wenn es zu oft getan wird.
„Ein zwei Jahre altes Kind vom Essen gehen lassen, damit es spielen kann, bevor der Rest der Familie das Mahl beendet hat.

Befunde: 45% der Eltern finden ein solches Verhalten sei verwöhnend.

Was sagt die Forschung?
Es ist angemessen und verwöhnt ein Kleinkind von 2 Jahren nicht, wenn es vom Tisch weg spielen gehen darf, bevor der Rest der Familie die Mahlzeit
beendet hat.