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GEBURT UND MUTTERSCHAFT IM KULTURVERGLEICH

Vortrag von mit anschließender Diskussion, Buffet
Mi, 1. April 2009
19.30 bis 21.00 Uhr

Eintritt 7,- Euro,
Studenten 5,- Euro

Institut für Geschichte der Medizin
Währingerstrasse 25
1090 Wien

Vortragende: Liselotte Kuntner, Schweiz
Dipl. Physiotherapeutin und Ethnologin

Geburt und Mutterschaft im Kulturvergleich
geburtimkulturvergleichapr09.pdf [452 KB]

Gebären und geboren werden - ein prägendes Ereignis ohne das menschliche
Existenz nicht möglich wäre. Die Geburt vollzieht sich in allen Kulturen nach
bestimmten Regeln und Ritualen. Die Art und Weise, wie Frauen gebären, stillen
und ihre Säuglinge pflegen ist nicht nur naturbedingt, sondern hängt eng mit
den sozio-ökologischen, kulturellen Strukturen zusammen, in der die Frauen
leben.
Anhand von zahlreichen bildlichen Darstellungen aus verschiedenen
Gesellschaften, auch aus der eigenen Forschung der Referentin, wird das
physiologische Gebärverhalten der Frau und die Gebärhaltung thematisiert
sowie auf Universalien im Bereich von Geburt und Mutterschaft hingewiesen.
Die visuelle Anthropologie hat auch in diesem Bereich eine zunehmende
Bedeutung um Vergangenes und Vergessenes zu Tage zu fördern, sichtbar zu
machen und unser kulturelles Gedächtnis zu beleben. Es geht aber auch darum,
gewisse Entwicklungen zu dokumentieren.

Um dem komplexen Phänomen „Geburt „ nicht nur im medizinischen, sondern
auch im sozialen, kulturellen und psychosomatischen Zusammenhang gerecht
zu werden, ist ein interdisziplinärer Dialog zwischen Medizin, Kulturgeschichte
und Ethnologie bzw. Ethnomedizin erwünscht. Dazu möchte die Veranstaltung
beitragen.

Liselotte KUNTNER beschäftigt sich seit 1975 mit dem Thema „Gebärhaltung“, hat dazu einige
wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht u.a. das Standartwerk „ Die Gebärhaltung der Frau
„ sowie Vorträge, Seminare und Workshops im In- und Ausland gehalten. Zwischen 1979 und 1992 mehrere Forschungsreisen ( Sri Lanka, China, Nicaragua, Kamerun ). Entwicklung des Gebärhockers Maia zusammen mit Hebammen. Von 1989 - 1999 Lehrbeauftragte am ethnologischen Seminar
der Universität Zürich, Vorlesungen und Seminare zum Thema Geburt und Mutterschaft im Kulturvergleich und Ethnobotanik.
2000 - 2001 Inlandforschung zum Thema Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft bei Frauen mit Migrationshintergrund. Seit 2002 Mitarbeit im Projekt Feminasana, Geburtsvorbereitung für Migrantinnen, Caritas Aargau, Schweiz. Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Geburt und Mutterschaft im Kulturvergleich, Radio, TV und Mitarbeit in verschiedenen Austellungen in Museen im In – und Ausland. Seit 2006 Ehrenmitglied der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedzin e.V. – AGEM

Liselotte Kuntner – Kornweg 6 – CH-5024 Küttigen - Schweiz