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Wenn Sie sich als Aussteller für die Fotoausstellung interessieren, kontaktieren Sie uns bitte unter info@geburtsallianz.at
Im Rahmen der Weltgeburtswoche 2009 war die Fotoaustellung KAISERSCHNTT HAT KEIN GESICHT von Caroline Oblasser in der VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien zu sehen.
von Ulrike Wieser und Christina Regorosa
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Ein Fotoprojekt von Ulrike Wieser und Christina Regorosa
Das Konzept “Schwanger sein” widmet sich dem Ereignis der Schwangerschaft aus der Sicht der Frau. Die Bedeutung, das Erleben dieser einschneidenden Phase im Leben einer Frau und das sensible Empfinden in der Schwangerschaft sind die Ausgangspunkte für die Annäherung mittels der Fotografie. Das Wunder und die Stärke des weiblichen Körpers, dessen Wandlungsfähigkeit und die Freude über all das sollen auf den Fotografien ihren Ausdruck finden. Die Tiefe der Weiblichkeit, die viele Frauen in der Schwangerschaft erfahren, eröffnet ihnen eine neue Lust am eigenen Körper, die ohne Bezug zu Paarsexualität ist. Das Bedürfnis, sich nackt ohne einengende Kleidung zu spüren, spiegelt das Bedürfnis nach Freiraum, nach Freisein von allen begrenzenden Konzepten über den weiblichen Körper oder über den Habitus einer Frau. Im Hinblick auf die Geburt spielt dies eine wichtige Rolle. Denn das Leben selbst bringt sich in der Schwangerschaft zum Ausdruck - einfach, pur und mit einer wilden Schönheit. Bei der Geburt wird das ganz deutlich: Eine ungestüme, wellenartige Urkraft überkommt die gebärende Frau ohne Rücksicht auf angelernte Verhaltensweisen oder -regeln. Weibliche Körperteile, die sonst ein verdecktes Dasein führen, rücken plötzlich in
den Mittelpunkt und werden während der Geburt exponiert. Spätestens hier ist es leicht, nachzuvollziehen, dass dieses Bedürfnis, nackt zu sein, das viele Frauen in der Schwangerschaft erleben, Sinn macht. Es fordert auf, den eigenen Körper neu zu erkunden, sich mit ihm auseinanderzusetzen, ihn zu schätzen und aus ganz persönlicher Perspektive zu betrachten. Diese Reflexion ermöglicht vor allem eines: das Wunder Leben im eigenen Körper bewusst zu erleben.
In einer Gesellschaft emanzipierter Frauen und vorrangig männlichen Idealen auf vielen Ebenen des Lebens konfrontiert uns die Schwangerschaft mit der Urweiblichkeit. Akzeptanz, Geduld, Vertrauen, Stille, innerer Frieden, Weichheit, Sanftheit, Intuition und Verletzlichkeit bekommen in der Schwangerschaft eine ganz neue Wertigkeit. Die Fähigkeit, sich zu öffnen und loszulassen, ist essentiell für die Geburtsarbeit. Mit unserer Arbeit möchten wir ein Verständnis für die innewohnende Stärke dieser Qualitäten schaffen. Die Schwangerschaft bietet Gelegenheit, Frau sein ganz neu zu definieren und lädt Frauen und Männer - also uns als Gesellschaft - dazu ein, diese stillen Qualitäten zu entdecken und ganz bewusst zu nützen. Das fotografische Thema sind oben genannte Qualitäten und das neue Körperbewusstsein, das in der Schwangerschaft entsteht.
“Schwanger sein” möchte sowohl visuell als auch gedanklich neue Sichtweisen anbieten. Die Ausstellung
soll Raum zur Reflektion zum Thema Schwangerschaft bieten. Sie wurde von Oktober
2008 bis September 2009 im Nanaya, Verein für das Leben mit Kindern, gezeigt. Ein Bildband ist
dazu konzipiert, Frauen und Männer zu berühren und werdende Mütter zu begleiten.